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Baulicher Brandschutz · Meisterbetrieb

Weichschott im Brandschutz: Aufbau, F90/EI 90 und fachgerechter Einbau

Dort, wo Kabel und Rohre eine raumabschließende Wand oder Decke durchdringen, entsteht eine Lücke im Brandschutz. Ohne Abschottung wandern Feuer, Rauch und Hitze entlang der Leitungen von einem Brandabschnitt in den nächsten – oft schneller, als man annimmt.

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Weichschott von Hilti mit zwei Kabeldurchführungen durch eine weiße Abschottung, erkennbar an der Produktbeschriftung.Zertifizierter FachbetriebPlanung, Ausführung und WartungIn Berlin, Brandenburg und bundesweit.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist ein Weichschott? Ein Weichschott ist eine Abschottung aus beschichteten Mineralfaserplatten, die Kabel- und Rohrdurchführungen durch Wände und Decken brandschutztechnisch verschließt und die Trennung der Brandabschnitte erhält.

Welchen Feuerwiderstand erreicht ein Weichschott? Typisch sind F90 nach DIN 4102 beziehungsweise EI 90 nach europäischer Klassifizierung – 90 Minuten Widerstand gegen Feuerdurchtritt und Wärmedurchgang. Es gibt auch geprüfte Ausführungen mit F30 oder F120.

Worin unterscheidet sich das Weichschott vom Hartschott? Das Weichschott besteht aus Mineralfaserplatten und bleibt nachträglich belegbar; das Hartschott wird aus Brandschutzmörtel gegossen und ist nach dem Aushärten starr.

Darf ein Weichschott nur auf einer Wandseite sitzen? Das hängt vom Verwendbarkeitsnachweis ab. Viele Zulassungen fordern den beidseitigen Einbau in massiven Wänden; der Nachweis des jeweiligen Systems ist bindend.

Wer darf ein Weichschott einbauen? Der Einbau setzt Fachkenntnis voraus und muss der Zulassung folgen. Ausführung und Kennzeichnung mit dem Schottschild gehören in die Hand eines qualifizierten Fachbetriebs.

Dort, wo Kabel und Rohre eine raumabschließende Wand oder Decke durchdringen, entsteht eine Lücke im Brandschutz. Ohne Abschottung wandern Feuer, Rauch und Hitze entlang der Leitungen von einem Brandabschnitt in den nächsten – oft schneller, als man annimmt. Das Weichschott ist eines der häufigsten Systeme, um solche Durchführungen zu verschließen. Es arbeitet mit beschichteten Mineralfaserplatten statt mit Mörtel und lässt sich nachträglich belegen, was es für den Bestand und für Technikräume mit wechselnder Belegung interessant macht.

Ob ein Weichschott im konkreten Fall das richtige System ist, hängt vom Bauteil, von der Durchführung und vom vorliegenden Verwendbarkeitsnachweis ab. Bauservice Pfeil prüft diese Punkte bauteilbezogen vor jedem Angebot, weil ein Schott nur dann wirkt, wenn es exakt in der geprüften Konfiguration eingebaut ist. Dieser Beitrag erklärt, wie ein Weichschott aufgebaut ist, welchen Feuerwiderstand es erreicht und worauf es beim Einbau ankommt.

Was ist ein Weichschott?

Als Weichschott bezeichnet man eine Brandabschottung, bei der die Durchführungsöffnung mit einer oder mehreren beschichteten Platten aus Steinwolle hoher Rohdichte verschlossen wird. Der Begriff „weich“ grenzt das System vom Hartschott ab, das aus ausgehärtetem Mörtel oder Gips besteht. Die Platte lässt sich zuschneiden und passgenau um Kabel und Rohre legen, Restspalte werden mit Brandschutzmasse oder dauerelastischer Dichtmasse geschlossen.

Eingesetzt wird das Weichschott überall dort, wo Leitungen eine raumabschließende Wand oder Decke durchdringen: in Technikzentralen, Treppenhäusern, Schächten und entlang von Trassen im Geschossbau. Es gehört zur Gruppe der Kabelabschottungen und ist eng verwandt mit dem Kombischott, das Kabel und Rohre in einer gemeinsamen Öffnung zusammenfasst. Weil die Platte nachträglich geöffnet und wieder verschlossen werden kann, eignet sich das System für Bereiche, in denen Leitungen im Betrieb ergänzt werden.

Aufbau eines Weichschotts

Das Grundelement ist eine Mineralfaserplatte mit hoher Rohdichte, üblicherweise zwischen 140 und 150 kg/m³. Diese Steinwollplatte ist beidseitig mit einer Brandschutzbeschichtung versehen, meist in Weiß oder einem anderen deutlich erkennbaren Farbton. Die Beschichtung ist nicht nur Markierung, sondern funktionaler Bestandteil: Sie dämmt die Fugen ab und bildet im Brandfall zusammen mit intumeszierenden Komponenten eine schützende Schicht.

Je nach gefordertem Feuerwiderstand kommt eine einlagige oder eine zweilagige Ausführung zum Einsatz. Die Plattendicke richtet sich nach dem Verwendbarkeitsnachweis; gängig sind Gesamtdicken um 50 bis 60 mm für F90. Kabel und Kabelbündel erhalten im Bereich des Schotts einen Beschichtungsauftrag auf die Isolierung, der die Dämmschichtbildung im Brandfall unterstützt. Brennbare Rohre und Rohre mit brennbarer Dämmung benötigen zusätzliche Elemente wie Brandschutzmanschetten oder Ringspaltverschlüsse, weil sie im Feuer schmelzen oder verbrennen und sonst eine Öffnung hinterlassen würden.

Entscheidend für die Funktion ist, dass alle Komponenten – Platte, Beschichtung, Dichtmasse, Manschetten – zu einem geprüften System gehören. Eine beliebige Kombination von Produkten verschiedener Hersteller ist nicht zulässig, weil nur die geprüfte Konfiguration den nachgewiesenen Feuerwiderstand erreicht.

Weichschott oder Hartschott: der Unterschied

Beide Systeme erfüllen dieselbe Aufgabe, lösen sie aber mit unterschiedlichem Material. Das Weichschott nutzt Mineralfaserplatten, das Mörtelschott als typisches Hartschott wird aus einem speziellen Brandschutzmörtel gegossen. Daraus ergeben sich praktische Unterschiede bei Gewicht, Nachbelegbarkeit und Einbauaufwand.

MerkmalWeichschottHartschott (Mörtelschott)
Materialbeschichtete Mineralfaserplatteausgehärteter Brandschutzmörtel
Nachbelegungmöglich, Platte öffnen und wieder schließennur durch Aufstemmen und Neuverguss
Gewicht auf das Bauteilgeringhöher durch Mörtelmasse
Einbautrocken, sofort belastbarnass, Aushärtezeit nötig
Typischer EinsatzTrassen mit wechselnder Belegungdauerhaft feste, hoch belegte Durchführungen

In der Praxis entscheidet selten die Vorliebe, sondern die Durchführung selbst: Bei vielen Kabeln mit absehbaren Änderungen ist das Weichschott im Vorteil, bei einer fertig definierten, sehr dichten Belegung kann ein Mörtelschott die robustere Lösung sein. Beide müssen über einen gültigen Verwendbarkeitsnachweis verfügen.

Welche Durchführungen lassen sich mit einem Weichschott abschotten?

Der klassische Anwendungsfall sind elektrische Leitungen – einzelne Kabel, Kabelbündel und Kabel auf Trassen oder Pritschen. Für Kabel ist das Weichschott besonders gut geeignet, weil die Platte sich eng um unterschiedliche Durchmesser legen lässt. Details zur reinen Kabelführung behandelt die Seite zum Kabelschott.

Rohre sind nur eingeschränkt und unter Bedingungen zulässig. Nichtbrennbare Rohre aus Metall lassen sich häufig mitführen, sofern der Nachweis dies deckt und die zulässigen Durchmesser eingehalten werden. Brennbare Rohre, etwa aus Kunststoff, erfordern immer eine Brandschutzmanschette oder einen Ringspaltverschluss, der im Brandfall abschnürt. Welche Kombinationen zulässig sind, legt ausschließlich der Verwendbarkeitsnachweis des eingesetzten Systems fest. Für komplexe Rohrbelegungen ist die Rohrabschottung der passende Weg.

Nicht in jedes Weichschott gehört jede Leitung. Eine nachträglich hinzugefügte Druckluft- oder Medienleitung kann die geprüfte Konfiguration verlassen und das Schott unwirksam machen. Jede Belegung muss sich im Rahmen dessen bewegen, was der Nachweis abdeckt.

Feuerwiderstand und Klassifizierung: F90 und EI 90

Der Feuerwiderstand gibt an, wie lange ein Bauteil im Normbrandversuch seine Funktion behält. Für Abschottungen zählen zwei Größen: der Raumabschluss, also die Verhinderung von Flammen- und Rauchdurchtritt, und die Wärmedämmung, also die Begrenzung der Temperatur auf der feuerabgewandten Seite.

Nach der deutschen Norm DIN 4102 wird ein Weichschott mit F-Klassen bezeichnet, am häufigsten als F90, in Zulassungen oft als S90 für Kabelabschottungen. Die europäische Klassifizierung nach EN 13501-2 trennt die Kriterien: E steht für den Raumabschluss, I für die Wärmedämmung. Ein EI 90 hält im Prüfversuch 90 Minuten sowohl den Raumabschluss als auch die Dämmwirkung. F90 und EI 90 sind in der Praxis die gängige Anforderung im Geschossbau; die genaue Zuordnung ergibt sich aus Gebäudeklasse und Brandschutzkonzept.

Wie die Feuerwiderstandsklassen im Einzelnen definiert sind und worin sich F30, F60 und F90 unterscheiden, erläutert der Beitrag zu den Feuerwiderstandsklassen. Für die Pflicht zur Abschottung von Leitungen ist die Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie (MLAR) maßgebend.

Einbau in massive Wand und leichte Trennwand

Ein Weichschott lässt sich sowohl in massive Wände und Decken aus Mauerwerk oder Beton als auch in leichte Trennwände in Trockenbauweise einbauen. Die Anforderungen unterscheiden sich, und maßgeblich ist immer der Verwendbarkeitsnachweis des jeweiligen Systems für den jeweiligen Wandtyp.

In massiven Bauteilen wird die Platte in die Öffnung eingepasst, die Fugen zwischen Platte und Bauteil-Öffnung werden mit Brandschutzmasse geschlossen. Viele Nachweise fordern bei Massivwänden den beidseitigen Einbau, also eine Platte auf jeder Wandseite. Ob eine einseitige Ausführung ausreicht, steht ausdrücklich im Nachweis und darf nicht frei entschieden werden.

In leichten Trennwänden ist die Konstruktion der Wand selbst Teil des Systems. Die Öffnung muss korrekt ausgebildet und beplankt sein, bevor das Schott eingesetzt wird. Fehlt die saubere Ausbildung der Laibung, trägt die geprüfte Konfiguration nicht. Für solche Wände ist die passende Brandschutzwand die Voraussetzung.

Wie groß muss der Überstand sein?

Beschichtete Kabel und zusätzliche Dämmelemente müssen über die Platte hinausreichen, damit das System im Brandfall wie geprüft reagiert. Die Beschichtungslänge der Kabel und der erforderliche Überstand von Dämmstoffen oder Manschetten sind im Verwendbarkeitsnachweis festgelegt – häufig im Bereich einiger Zentimeter beidseitig, der genaue Wert ist systemabhängig.

Ein zu kurzer Beschichtungs- oder Dämmüberstand ist ein typischer Ausführungsfehler, der das Schott im Prüffall unwirksam macht, ohne dass man es dem fertigen Einbau ansieht. Deshalb gehören diese Maße zur Dokumentation und werden bei der Abnahme kontrolliert. Wer sich an Richtwerte aus dem Gedächtnis hält, statt den konkreten Nachweis zu lesen, riskiert eine formal mangelhafte Abschottung.

Nachbelegung: der praktische Vorteil des Weichschotts

Der größte Unterschied zum starren Hartschott ist die Nachbelegbarkeit. Soll nachträglich ein Kabel ergänzt werden, lässt sich das Weichschott öffnen, die Leitung einlegen und die Öffnung wieder fachgerecht verschließen. Viele Zulassungen begrenzen dabei den Belegungsgrad, häufig ist eine Belegung der Schottfläche bis zu einem im Nachweis genannten Anteil zulässig.

Diese Flexibilität hat Grenzen. Jede Nachbelegung muss im Rahmen des Verwendbarkeitsnachweises bleiben und ist in der Brandschutzdokumentation festzuhalten. Ein eigenmächtig durchgestoßenes Kabel, eine nicht verschlossene Restöffnung oder eine überschrittene Belegungsgrenze setzen die Wirkung außer Kraft. Nachbelegung heißt nicht beliebig, sondern geregelt erweiterbar.

Typische Fehler beim Einbau

Abschottungen versagen im Ernstfall selten am Material, sondern an der Ausführung. Die häufigsten Mängel lassen sich benennen und vermeiden:

  • Offene Restspalte zwischen Platte, Laibung oder einzelnen Kabeln, die nicht mit Brandschutzmasse geschlossen wurden.
  • Fehlende oder zu kurze Kabelbeschichtung beidseitig des Schotts, wodurch die Dämmschichtbildung ausbleibt.
  • Brennbare Rohre ohne Manschette, die im Brandfall schmelzen und eine Öffnung hinterlassen.
  • Einseitiger Einbau, wo der Nachweis einen beidseitigen fordert.
  • Fehlendes Schottschild mit Angaben zu System, Ausführendem und Datum, das die Abschottung nachvollziehbar macht.

Jeder dieser Punkte lässt die fertige Abschottung auf den ersten Blick unauffällig wirken, obwohl sie den geprüften Zustand verlassen hat. Eine saubere Dokumentation und das korrekt ausgefüllte Schottschild sind deshalb kein Papierkram, sondern Teil der Funktion.

Schalldämmung und Feuchträume

Die dichte Mineralfaserplatte bringt neben dem Brandschutz eine schalldämmende Wirkung mit. Eine Durchführung ist akustisch immer eine Schwachstelle; das Weichschott reduziert den Schallnebenweg entlang der Leitungen, ohne dass dies seine Hauptaufgabe wäre. Die konkrete Schalldämmung hängt vom System und von der Ausführung ab.

Weichschotts mit entsprechender Eignung lassen sich in Feuchträumen einsetzen, da beschichtete Steinwollplatten wasserabweisend sind. In dauerhaft nassen Bereichen oder im Außenbereich gelten jedoch eigene Anforderungen an Feuchteschutz und Material. Ob ein System für die konkrete Einbausituation freigegeben ist, ergibt sich wieder aus dem Verwendbarkeitsnachweis und nicht aus einer allgemeinen Eignungsannahme.

Verwendbarkeitsnachweis: ohne Nachweis keine zulässige Abschottung

Jedes Weichschott benötigt einen gültigen Verwendbarkeitsnachweis – eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ), eine Europäische Technische Bewertung (ETA) mit CE-Kennzeichnung oder, im Einzelfall, eine Zustimmung im Einzelfall (ZiE) bzw. eine vorhabenbezogene Bauartgenehmigung (vBG). Der Nachweis legt verbindlich fest, welche Platten, Beschichtungen und Zusatzelemente zulässig sind, für welche Wand- und Deckentypen das System gilt und welche Durchführungen in welcher Anordnung erlaubt sind.

Dieser Nachweis ist kein formaler Beiwert, sondern die Grundlage der gesamten Ausführung. Weicht der Einbau von ihm ab – anderer Wandtyp, nicht geprüfte Durchführung, falscher Abstand –, gilt die Abschottung als nicht nachgewiesen, unabhängig davon, wie solide sie aussieht. Bei der Abnahme und in der Brandschutzdokumentation wird die Übereinstimmung von Einbau und Nachweis geprüft.

Weichschott, Hartschott oder Brandschutzstein: die Entscheidung

Welches System passt, ergibt sich aus der Durchführung, dem Bauteil und der zu erwartenden Nutzung. Für Kabeltrassen mit absehbaren Änderungen ist das Weichschott meist die wirtschaftlichste Lösung, weil es sich nachbelegen lässt. Für eine fest definierte, sehr dichte Belegung ohne spätere Eingriffe kann ein Mörtelschott robuster sein.

Wo einzelne Durchführungen flexibel und reversibel bleiben sollen, sind Brandschutzsteine eine Alternative, die sich wie eine trockene Steinschicht verlegen lässt. Die Wahl ist keine Geschmacksfrage: Sie muss durch einen Verwendbarkeitsnachweis gedeckt sein, der die tatsächliche Einbausituation abbildet. Eine seriöse Entscheidung setzt deshalb die bauteilbezogene Betrachtung der konkreten Öffnung voraus, nicht den pauschalen Griff zum vermeintlich günstigsten System. Einen Überblick über die Systeme gibt die Seite zur Brandabschottung.

Weichschott vom Fachbetrieb: Bauservice Pfeil

Ein Weichschott wirkt nur, wenn es exakt in der geprüften Konfiguration ausgeführt und sauber dokumentiert ist. Bauservice Pfeil plant und montiert Kabel- und Rohrabschottungen im baulichen Brandschutz in Berlin, Brandenburg und der Region Rostock. Vor jedem Angebot steht die bauteilbezogene Prüfung: Welcher Wand- oder Deckentyp liegt vor, welche Durchführungen sind vorhanden oder geplant, und welches System ist durch einen passenden Nachweis gedeckt.

Ausgeführt wird systemkonform, mit korrektem Beschichtungsüberstand, geschlossenen Restspalten, nötigen Manschetten und ordnungsgemäßem Schottschild. Die Übereinstimmung mit dem Verwendbarkeitsnachweis fließt in die Dokumentation ein, die bei der Abnahme vorzulegen ist. Auch die Nachbelegung bestehender Schotts im Bestand lässt sich auf diese Weise geregelt und nachvollziehbar durchführen.

Häufige Fragen
Was ist ein Weichschott einfach erklärt?

Ein Weichschott ist eine Brandabschottung aus beschichteten Mineralfaserplatten, die eine Öffnung für Kabel oder Rohre in einer Wand oder Decke so verschließt, dass Feuer und Rauch nicht in den nächsten Brandabschnitt durchdringen. Es lässt sich nachträglich öffnen und wieder verschließen.

Was bedeutet Weichschott F90?

F90 ist die Feuerwiderstandsklasse nach DIN 4102 und bedeutet, dass das Schott im Normbrandversuch 90 Minuten standhält. In der europäischen Klassifizierung entspricht das in der Regel EI 90, also 90 Minuten Raumabschluss und Wärmedämmung.

Muss ein Weichschott auf beiden Wandseiten eingebaut werden?

Das hängt vom Verwendbarkeitsnachweis des Systems ab. Zahlreiche Zulassungen fordern bei massiven Wänden den beidseitigen Einbau, andere lassen eine einseitige Ausführung zu. Maßgeblich ist der Nachweis, nicht eine allgemeine Regel.

Kann man ein Weichschott nachträglich mit Kabeln belegen?

Ja, die Nachbelegbarkeit ist ein zentraler Vorteil des Weichschotts. Die Platte wird geöffnet, das Kabel eingelegt und die Öffnung fachgerecht verschlossen. Der im Nachweis genannte maximale Belegungsgrad darf dabei nicht überschritten werden, und die Änderung gehört in die Dokumentation.

Welchen Unterschied gibt es zwischen Weichschott und Mörtelschott?

Das Weichschott besteht aus Mineralfaserplatten und bleibt nachbelegbar, das Mörtelschott wird aus Brandschutzmörtel gegossen und ist nach dem Aushärten starr. Das Weichschott ist leichter und flexibler, das Mörtelschott eignet sich für dauerhaft feste, hoch belegte Durchführungen.

Wer darf ein Weichschott einbauen?

Der Einbau erfordert Fachkenntnis und muss dem Verwendbarkeitsnachweis exakt folgen, inklusive Kennzeichnung mit dem Schottschild. Diese Arbeiten gehören in die Hand eines qualifizierten Fachbetriebs für baulichen Brandschutz, der die Ausführung dokumentiert.

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