Isofloc Einblasdämmung – nachhaltig dämmen mit System

Wer im Bestand oder Altbau energetisch nachrüsten möchte, steht früher oder später vor der Frage, welcher Dämmstoff in Hohlräume, auf die oberste Geschossdecke oder ins zweischalige Mauerwerk soll. Isofloc ist ein Zellulosedämmstoff aus recyceltem Zeitungspapier, der lose in Hohlräume eingeblasen wird und sich dabei fugenlos an jede Geometrie anpasst. Genau darin liegt der bauphysikalische Vorteil gegenüber Plattenware: keine Stoßfugen, keine Zuschnittverluste, kaum ungewollte Wärmebrücken.

Ob eine isofloc Einblasdämmung für Ihr Bauteil sinnvoll ist, hängt von der Hohlraumtiefe, dem vorhandenen Feuchteschutz und der Konstruktion ab. Bauservice Pfeil prüft deshalb vor jedem Angebot bauteilbezogen, ob der Aufbau geeignet ist – und benennt Grenzen offen, statt pauschal zu dämmen. Der folgende Beitrag erklärt Eigenschaften, Einsatzbereiche, Kosten und die Ausführung realistisch.

Isofloc Einblasdämmung
  • 24 Jahre Erfahrung
  • Zertifizierter Fachbetrieb
  • Bundesweite Ausführung
  • Einfache und schnelle Kontaktaufnahme
  • Wir haben in 24 Jahren bereits:

  • Ca. 15.000
    Installationsschächte befüllt

  • Ca. 14.000m³
    Einblas-Wärmedämmung verarbeitet

  • Ca. 8.000
    Brandabschottungen eingebaut

Inhalt

Das Wichtigste in Kürze

Was ist isofloc Einblasdämmung? Ein loser Zellulosedämmstoff aus recyceltem Papier, der maschinell in Hohlräume von Dach, Wand, Decke oder Boden eingeblasen wird und diese fugenlos ausfüllt.

Wie gut dämmt isofloc? Die Wärmeleitfähigkeit liegt je nach Variante bei etwa 0,038 bis 0,040 W/(m·K) – vergleichbar mit gängiger Mineralwolle.

Ist isofloc brandsicher? Zellulose wird mit Salzen behandelt und erreicht in der Regel Euroklasse B2 bzw. E; geprüfte Systeme wie easyfloc protect erfüllen definierte Feuerwiderstandsanforderungen.

Was kostet die Ausführung? Rechnen Sie inklusive Fachbetrieb je nach Bauteil und Dämmstärke mit rund 20 bis 60 € pro Quadratmeter; die oberste Geschossdecke liegt am unteren, Wanddämmung am oberen Ende.

Braucht es einen Fachbetrieb? Ja. Die Verarbeitung ist an eine Verarbeiterzertifizierung und definierte Einblasdichten gebunden – Selbermachen führt schnell zu Setzungen und Wärmebrücken.

Was ist isofloc? Zellulosedämmstoff aus recyceltem Papier

Isofloc ist ein Zellulosedämmstoff, der aus sortenrein aufbereitetem Zeitungspapier gewonnen wird. Das Papier wird zerfasert und mit mineralischen Salzen versetzt, die den Brand- und Schädlingsschutz übernehmen. Das Ergebnis ist ein grauer, flockiger Dämmstoff, der nicht als Platte geliefert, sondern lose eingeblasen wird. Anders als bei Dämmplatten entsteht so eine hohlraumfüllende, setzungssichere Dämmschicht ohne durchgehende Fugen.

Die isofloc AG stellt den Dämmstoff seit 1982 her und zählt zu den etablierten Marken der ökologischen Dämmung im deutschsprachigen Raum. Für die Praxis relevant sind vor allem zwei Produktvarianten: isofloc LM als bewährter Standard für offene und geschlossene Hohlräume sowie isofloc eco, eine Variante mit reduziertem Zusatzstoffanteil für besonders wohngesundheitsorientierte Projekte. Beide werden über zertifizierte Verarbeiter ausgeführt – frei im Baumarkt findet man sie nicht.

Produktvarianten im Überblick

  • isofloc LM – universeller Zellulosedämmstoff für Dach, Wand, Decke und Boden.
  • isofloc eco – auf Wohngesundheit optimierte Rezeptur mit reduzierten Zusätzen.
  • easyfloc protect – geprüftes Systembauteil für Anwendungen mit Brandschutzanforderung.

Eigenschaften und bauphysikalische Vorteile von isofloc

Die Wärmeleitfähigkeit von isofloc liegt bei rund 0,038 bis 0,040 W/(m·K). Damit erreicht der Dämmstoff U-Werte, die für die energetische Sanierung von Dach und Geschossdecke praxistauglich sind – bei einer 20 cm starken Schicht auf der obersten Geschossdecke bewegt sich der U-Wert typischerweise im Bereich um 0,18 W/(m²·K). Wie sich Dämmstärke und Lambda-Wert auf das Ergebnis auswirken, lässt sich mit einer sauberen U-Wert-Betrachtung der Einblasdämmung nachvollziehen.

Neben dem winterlichen Wärmeschutz punktet Zellulose beim sommerlichen Wärmeschutz: Die vergleichsweise hohe Rohdichte und Wärmespeicherkapazität verzögert das Aufheizen von Dachräumen spürbar – ein Vorteil, den leichte Mineralfaserdämmstoffe so nicht bieten. Hinzu kommen gute Schallschutzeigenschaften, weil die dichte Faserstruktur Luftschall wirksam bedämpft.

Bauphysikalisch wichtig ist die Feuchteregulierung. Zellulose kann Feuchtigkeit kapillar aufnehmen, verteilen und wieder abgeben, ohne die Dämmwirkung dauerhaft zu verlieren – vorausgesetzt, die Konstruktion ist diffusionsoffen ausgelegt und die raumseitige Dampfbremse funktioniert. Zum Brandschutz tragen die eingebrachten Salze bei; für definierte Anforderungen kommt das geprüfte System easyfloc protect zum Einsatz. Die maschinelle Einblastechnik sorgt zugleich für Setzungssicherheit, weil der Dämmstoff mit kontrollierter Dichte verdichtet wird.

Einsatzbereiche der isofloc Einblasdämmung

Isofloc lässt sich in nahezu allen dämmbaren Hohlräumen einsetzen. Im Dach wird der Dämmstoff sowohl in belüftete Kaltdächer als auch in geschlossene Warmdach-Konstruktionen zwischen die Sparren eingeblasen. Voraussetzung ist eine luftdichte Hülle und eine funktionierende Dampfbremse – ohne diese ist ein diffusionsoffener Aufbau nicht sicher zu betreiben.

Am häufigsten und wirtschaftlichsten ist die Dämmung der obersten Geschossdecke: Wird der Dachraum nicht bewohnt, lässt sich die Decke offen aufblasen oder in einen Hohlraum einblasen – ein Eingriff mit kurzem Zeitaufwand und sehr gutem Verhältnis von Kosten zu Einsparung. Auch die Kellerdecke lässt sich von unten dämmen, sofern die Konstruktion einen Hohlraum bietet.

Im Wandbereich ist die Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk ein klassisches Einsatzfeld, ebenso die Ausblasung von Gefachen in Holzständer- und Fertighauswänden. Für Fußböden mit Hohlräumen – etwa Dielenböden über unbeheizten Räumen – eignet sich das Verfahren ebenfalls. In der Sanierung spielt isofloc seine Stärke aus, weil Hohlräume ohne großflächigen Rückbau gefüllt werden; im Neubau wird es planmäßig in Holzbaukonstruktionen integriert.

Nachhaltigkeit und CO₂-Speicherung

Der Rohstoff Altpapier ist ein Recyclingprodukt, das ohne energieintensive Schmelz- oder Aufschäumprozesse zum Dämmstoff wird. Das drückt den Herstellungsaufwand deutlich unter den von Mineralwolle oder EPS. Weil das Papier aus Holzfasern besteht, ist im Dämmstoff Kohlenstoff gebunden – jede eingebaute Zellulosedämmung wirkt so als temporärer CO₂-Speicher, solange sie im Gebäude verbleibt.

Auch die Ökobilanz am Lebensende fällt günstig aus: Ausgebaute Zellulose lässt sich thermisch verwerten oder in geeigneten Fällen erneut aufbereiten. Für die Wohngesundheit ist die Emissionsarmut relevant – insbesondere die Variante isofloc eco richtet sich an Bauherren mit hohen Anforderungen, wie sie etwa im Kontext von Minergie-ECO formuliert werden. Bei bestehender Dämmung, die entfernt werden muss, sind Rückbau und fachgerechte Entsorgung der alten Einblasdämmung gesondert zu planen.

Isofloc im Vergleich zu anderen Dämmstoffen

Im Vergleich zu Mineralwolle liegt isofloc bei der Wärmeleitfähigkeit ungefähr gleichauf, hat aber Vorteile beim sommerlichen Hitzeschutz und bei der Feuchtepufferung. Mineralwolle wiederum ist nicht brennbar (Euroklasse A) und in Bereichen mit hohen Brandschutzanforderungen oft die pragmatischere Wahl. Gegenüber Styropor/EPS punktet Zellulose ökologisch klar, während EPS-Granulat bei feuchteunempfindlichen Anwendungen und teils niedrigeren Materialkosten seine Berechtigung hat.

Innerhalb der Zellulosemarken ist isofloc mit Isocell und Climacell technisch eng verwandt – die Unterschiede liegen weniger in der grundsätzlichen Leistungsfähigkeit als in Rezeptur, Zulassungen und Verfügbarkeit beim jeweiligen Verarbeiter. Für die Bauteilentscheidung zählt weniger die Marke als die korrekte Auslegung.

Kriteriumisofloc (Zellulose)MineralwolleEPS-Granulat
Wärmeleitfähigkeit W/(m·K)0,038–0,0400,035–0,0400,033–0,040
BrandverhaltenB2 / E (behandelt)A1 (nicht brennbar)E (schwer entflammbar)
Sommerlicher Hitzeschutzsehr gutmäßiggering
Feuchtepufferunghochgeringkeine
Ökobilanzsehr gut (Recycling)mittelungünstig

Kosten der isofloc Einblasdämmung

Bei den Kosten muss man zwischen reinem Material und der Ausführung durch einen Fachbetrieb unterscheiden. Ein Sack Zellulose kostet im Handel je nach Menge einen zweistelligen Eurobetrag – dieser Preis sagt aber wenig über die tatsächlichen Projektkosten aus, weil Maschineneinsatz, Einblasdichte, Zugänglichkeit und Vorarbeiten den größten Teil ausmachen.

Für die schlüsselfertige Ausführung durch einen Betrieb bewegen sich die Preise typischerweise in folgenden Spannen: Die oberste Geschossdecke lässt sich bereits ab etwa 15 bis 30 € pro Quadratmeter dämmen, weil sie offen aufgeblasen werden kann. Die Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk liegt meist bei 20 bis 40 € pro Quadratmeter, aufwendigere Dach- oder Wandgefache eher bei 40 bis 60 € pro Quadratmeter. Maßgebliche Kostenfaktoren sind Hohlraumtiefe, Zahl der Einblasöffnungen und der nötige Feuchteschutz. Eine genauere Orientierung bietet der Kostenüberblick zur Einblasdämmung mit Rechner.

Förderung: BEG, KfW und BAFA

Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle sind grundsätzlich über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) förderfähig. Für Einzelmaßnahmen läuft die Zuschussförderung über das BAFA, während umfassende Sanierungen zum Effizienzhaus über die KfW laufen. Voraussetzung ist in der Regel das Erreichen definierter U-Werte und die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten. Da sich die Konditionen ändern, sollten Sie die aktuellen Fördermöglichkeiten für die Einblasdämmung vor Projektstart prüfen lassen.

Verarbeitung: Warum nur vom zertifizierten Fachbetrieb

Isofloc darf nach den Verarbeitungsrichtlinien des Herstellers nur von geschulten, zertifizierten Verarbeitern mit geeigneter Einblasmaschine ausgeführt werden. Der Grund ist bauphysikalisch: Nur mit der richtigen Einblasdichte – bei geschlossenen Hohlräumen deutlich höher als bei offener Aufblasung – lässt sich eine spätere Setzung zuverlässig verhindern. Zu locker eingebrachte Zellulose sackt ab und hinterlässt eine ungedämmte Fehlstelle im oberen Bereich der Wand.

Ablauf eines Dämmprojekts

  • Bauteilbezogene Prüfung: Aufbau, Hohlraumtiefe und Feuchteschutz werden vor Ort beurteilt, oft mit Endoskopie.
  • Angebot und Auslegung: Dämmstärke, U-Wert-Ziel und – falls gewünscht – Förderfähigkeit werden festgelegt.
  • Vorbereitung: Einblasöffnungen setzen, luftdichte Ebene und ggf. Dampfbremse prüfen.
  • Einblasen: maschinelle Verfüllung mit kontrollierter Dichte und Dokumentation.
  • Abschluss: Öffnungen verschließen, Einblasprotokoll übergeben.

Wo eine funktionierende Dampfbremse fehlt, ist ein diffusionsoffener Aufbau nicht sicher – hier gehört die Sanierung der luftdichten Ebene zwingend dazu. Wer die Arbeit selbst übernehmen möchte, sollte die Voraussetzungen und Risiken der Einblasdämmung in Eigenleistung realistisch einschätzen.

Einordnung: Wann isofloc die richtige Wahl ist

Isofloc ist überall dort stark, wo ökologische Anforderungen, sommerlicher Hitzeschutz und Feuchtepufferung zählen – also im Holzbau, im Dach und auf der obersten Geschossdecke. Sind hohe Brandschutzanforderungen ohne geprüftes System zu erfüllen oder herrscht dauerhafte Durchfeuchtung, kann ein anderer Dämmstoff die passendere Lösung sein. Diese Abwägung lässt sich nicht am Produktnamen festmachen, sondern nur am konkreten Bauteil.

Für die meisten Sanierungen im Bestand überwiegen die Vorteile: fugenlose Verfüllung, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei der Geschossdecke und ein geringer Eingriff in die Bausubstanz. Entscheidend bleibt die saubere Auslegung von Dämmstärke, Einblasdichte und Feuchteschutz.

Isofloc fachgerecht ausführen lassen – Bauservice Pfeil

Bauservice Pfeil führt isofloc Einblasdämmung als zertifizierter Fachbetrieb in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aus, bei größeren Projekten auch bundesweit. Vor jedem Angebot steht die bauteilbezogene Prüfung Ihres Aufbaus – so vermeiden Sie Fehlstellen, Setzungen und Feuchteschäden. Mit rund 24 Jahren Erfahrung im baulichen Brandschutz und in der Dämmung sowie durchweg guten Kundenbewertungen begleiten wir Ihr Projekt von der ersten Einschätzung bis zur dokumentierten Ausführung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur isofloc Einblasdämmung

Ist isofloc feuchtebeständig und schimmelresistent?

Zellulose nimmt Feuchte auf, verteilt und gibt sie wieder ab, ohne die Dämmwirkung dauerhaft zu verlieren. In einem diffusionsoffenen Aufbau mit funktionierender Dampfbremse ist das unkritisch. Bei stehender Nässe oder undichter Hülle besteht jedoch – wie bei jedem Dämmstoff – ein Feuchte- und Schimmelrisiko, das durch korrekte Ausführung vermieden wird.

Wie lange hält die isofloc-Dämmung?

Fachgerecht eingebracht ist die Dämmung auf die Lebensdauer des Bauteils ausgelegt. Es gibt keine planmäßige Verschleißgrenze, solange die Konstruktion trocken bleibt.

Setzt sich isofloc Zellulose mit der Zeit?

Bei korrekter Einblasdichte nicht. Setzungen entstehen fast ausschließlich durch zu geringe Verdichtung – genau deshalb ist die maschinelle Verarbeitung durch einen zertifizierten Betrieb entscheidend.

Ist isofloc brennbar?

Zellulose ist grundsätzlich brennbar, wird durch mineralische Salze aber schwer entflammbar eingestellt (in der Regel Euroklasse B2/E). Für Bauteile mit Feuerwiderstandsanforderung gibt es geprüfte Systeme wie easyfloc protect.

Wie unterscheidet sich isofloc von Mineralwolle?

Beide dämmen ähnlich gut. Isofloc ist ökologischer, puffert Feuchte und schützt besser gegen sommerliche Hitze; Mineralwolle ist nicht brennbar und im Brandschutz oft im Vorteil.

Gibt es Förderungen für isofloc?

Ja, über die BEG-Förderung mit Zuschüssen des BAFA oder Krediten der KfW, sofern die geforderten U-Werte erreicht und die Antragsbedingungen erfüllt werden.

Weitere Beiträge

phone-handsetmenu