Lambda-Wert
Der Lambda-Wert (λ), auch Wärmeleitfähigkeit genannt, ist eine zentrale Kennzahl in der Bauphysik. Er beschreibt,...
WeiterDer Transmissionswärmeverlust ist einer der zentralen Kennwerte in der energetischen Bewertung von Gebäuden. Er beschreibt den Wärmeverlust, der allein durch Wärmeleitung über die Gebäudehülle entsteht – also über Außenwände, Dachflächen, Fenster, Türen sowie Bauteile gegen Erdreich oder unbeheizte Räume.
Sobald zwischen Innen- und Außentemperatur ein Unterschied besteht, fließt Wärme von innen nach außen. Dieser Vorgang läuft permanent ab und verursacht einen erheblichen Teil des Heizenergiebedarfs eines Hauses. Besonders in älteren, schlecht gedämmten Gebäuden kann der Transmissionswärmeverlust den größten Anteil an den gesamten Wärmeverlusten ausmachen.
Was ist der Transmissionswärmeverlust?
Der Transmissionswärmeverlust beschreibt, wie viel Heizenergie über Bauteile wie Wände, Dach, Fenster, Türen und Decken dauerhaft nach außen verloren geht.
Warum ist der Transmissionswärmeverlust wichtig?
Ein hoher Transmissionswärmeverlust führt zu steigenden Heizkosten, kalten Innenoberflächen, geringem Wohnkomfort und einem erhöhten Risiko für Schimmelbildung.
Wovon hängt der Transmissionswärmeverlust ab?
Er hängt hauptsächlich vom U-Wert der Bauteile, von deren Fläche sowie von der Qualität und Ausführung der Wärmedämmung ab.
Wie lässt sich der Transmissionswärmeverlust senken?
Durch Maßnahmen wie Fassadendämmung, Dachdämmung, Dämmung der Kellerdecke, Austausch alter Fenster und die gezielte Beseitigung von Wärmebrücken.
Der Transmissionswärmeverlust bezieht sich ausschließlich auf feste Bauteile. Er entsteht unabhängig davon, ob Fenster geöffnet sind oder nicht.
Davon zu unterscheiden ist der Lüftungswärmeverlust, der durch Luftaustausch entsteht – etwa durch Stoßlüften, Undichtigkeiten oder Lüftungsanlagen.
Beide Verlustarten zusammen ergeben den Gesamtwärmeverlust eines Gebäudes. Während sich der Lüftungswärmeverlust vor allem durch Luftdichtheit und kontrollierte Lüftung beeinflussen lässt, kann der Transmissionswärmeverlust nur durch bauliche Maßnahmen an der Gebäudehülle reduziert werden.
Wie hoch der Transmissionswärmeverlust ausfällt, hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab:
Je niedriger der U-Wert eines Bauteils ist, desto besser ist seine Dämmwirkung und desto geringer fällt der Wärmeverlust aus. Große, schlecht gedämmte Flächen – etwa ungedämmte Außenwände oder alte Fenster – wirken sich besonders stark aus.
Zusätzlich spielen Wärmebrücken eine wichtige Rolle. An Übergängen wie Fensterlaibungen, Hausecken oder Balkonanschlüssen geht häufig mehr Wärme verloren als über homogene Flächen.
Der Transmissionswärmeverlust eines einzelnen Bauteils ergibt sich vereinfacht aus:
U-Wert × Fläche × Temperaturkorrekturfaktor
Für das gesamte Gebäude werden die Verluste aller relevanten Bauteile addiert. Zusätzlich wird ein Zuschlag für Wärmebrücken berücksichtigt, entweder pauschal oder über detaillierte Einzelberechnungen.
Das Ergebnis ist der Gesamtwert in W/K (Watt pro Kelvin). Er beschreibt, wie viel Wärmeleistung bei einem Temperaturunterschied von 1 Kelvin nach außen verloren geht.
Der spezifische Transmissionswärmeverlust setzt den Gesamtverlust ins Verhältnis zur wärmeübertragenden Gebäudehülle. Die Einheit lautet W/m²K.
Dieser Kennwert erlaubt es, Gebäude unterschiedlicher Größe miteinander zu vergleichen. Je niedriger der spezifische Transmissionswärmeverlust ist, desto besser ist die energetische Qualität der Gebäudehülle..
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt Höchstwerte für den zulässigen spezifischen Transmissionswärmeverlust fest. Die genauen Anforderungen hängen vom Gebäudetyp und der Nutzung ab.
Typische Richtwerte:
Ziel ist es, Neubauten und sanierte Gebäude so auszulegen, dass der Wärmeverlust dauerhaft auf einem niedrigen Niveau bleibt.
In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus entfallen die Transmissionswärmeverluste ungefähr auf:
Diese Verteilung zeigt, dass besonders Fassade und Dach großes Einsparpotenzial bieten
Eine nachhaltige Reduzierung gelingt vor allem durch:
Besonders effizient sind Maßnahmen, die mehrere Bauteile gleichzeitig verbessern – etwa im Rahmen einer energetischen Sanierung oder bei nachträglicher Dämmung bestehender Hohlräume.
Ist der Wärmeverlust hoch, steigen nicht nur die Heizkosten. Auch der Wohnkomfort leidet: Innenoberflächen fühlen sich kalt an, es entstehen Zugerscheinungen und kalte Zonen.
Gleichzeitig erhöht sich das Risiko für Schimmelbildung, da kalte Oberflächen zur Tauwasserbildung neigen. Langfristig kann dies die Bausubstanz schädigen und gesundheitliche Probleme verursachen.
Er beschreibt die Wärmemenge, die durch Wände, Dach, Fenster und andere Bauteile nach außen verloren geht.
Meist in Watt pro Kelvin (W/K) oder als spezifischer Wert in W/m²K.
Ein niedriger Wert ist besser, da weniger Wärme verloren geht.
Ja, durch Dämmmaßnahmen, neue Fenster und die Beseitigung von Wärmebrücken.
Ja. Der U-Wert ist die wichtigste Grundlage für die Berechnung.
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