Schallschutz durch Dämmung und Einblasdämmung
Lärm im Gebäude ist ein unterschätzter Stressfaktor. Eine gezielte Schallschutz-Dämmung durch Einblasdämmung...
WeiterDas zweischalige Mauerwerk gehört zu den wichtigsten Wandkonstruktionen des 20. Jahrhunderts und findet sich in Millionen deutscher Wohnhäuser. Für die nachträgliche energetische Sanierung bietet diese Bauweise ein enormes Potenzial – denn der meist ungedämmte Hohlraum zwischen den beiden Mauerschalen eignet sich hervorragend für eine effiziente Kerndämmung. Wer ein Gebäude aus dieser Zeit besitzt, sollte das Konstruktionsprinzip deshalb kennen, um energetische Schwachstellen, Feuchteverhalten und Dämmoptionen korrekt einschätzen zu können.
Was ist ein zweischaliges Mauerwerk?
Eine Wandkonstruktion aus zwei Mauerschalen mit einem dazwischenliegenden Luft- oder Dämmraum – typisch für Häuser von ca. 1920 bis 1940.
Wie erkenne ich zweischaliges Mauerwerk?
Tiefe Fensterlaibungen, Sichtklinker, und Fassaden ohne durchgehenden Außenputz sind deutliche Hinweise.
Das Eindeutigste sind neben dem Baujahr bis 1940 die Wandstärken:
Warum wurde zweischalig gebaut?
Die äußere Vormauerschale schützt vor Witterung, die innere Tragwand übernimmt Statik – gemeinsam entsteht ein robustes, feuchteresistentes System.
Warum eignet sich diese Bauweise perfekt für Kerndämmung?
Weil der Hohlraum i
Ein zweischaliges Mauerwerk besteht aus zwei getrennten Wänden, die durch einen Zwischenraum voneinander getrennt sind. Die innere Wand – die sogenannte Hintermauer – trägt die Lasten des Gebäudes. Sie besteht typischerweise aus Ziegel, Kalksandstein oder Porenbeton. Die äußere Wand ist eine Vormauerschale und übernimmt den Witterungsschutz. Oft handelt es sich um ein sichtbar belassenes Klinkermauerwerk, das Regen, Frost und Wind zuverlässig von der tragenden Schicht fernhält.
Verbunden sind beide Schalen über Mauerwerksanker. Diese halten die Vormauerschale stabil, ohne die bauphysikalische Entkopplung komplett aufzuheben. Im Zwischenraum befindet sich entweder Luft oder – bei bereits sanierten Gebäuden – eine nachträgliche Kerndämmung. Die Breite dieser Luftschicht variiert je nach Baujahr, liegt aber häufig zwischen 4 und 12 cm. Laut DIN 1053 sollten 15 cm in der Regel nicht überschritten werden.
Das System erfüllt gleich mehrere bauphysikalische Aufgaben. Die äußere Schale schützt vor Regen und Schlagregen, während die Luftschicht Feuchtigkeit abpuffert. Sie sorgt dafür, dass eingedrungene Feuchte nach unten abgeführt oder an der Hinterlüftungsschicht abgegeben werden kann. Gleichzeitig entsteht eine bauliche Entkopplung, die den Schallschutz verbessert – ein Vorteil, der sich vor allem in dichtbebauten Wohngebieten bemerkbar macht.
Thermisch bietet das zweischalige Mauerwerk jedoch nur dann Vorteile, wenn die Luftschicht gedämmt ist. Eine ungedämmte Luftschicht ist bauphysikalisch problematisch: Die Luft zirkuliert auf kleinem Raum und transportiert Wärme nach oben weg. Das führt zu deutlichen Wärmeverlusten. Wird der Zwischenraum hingegen gedämmt, stoppt man diese Zirkulation – ein großer energetischer Gewinn.
Viele Hauseigentümer wissen gar nicht, dass ihr Gebäude zweischalig gebaut ist. Dabei lassen sich klare Hinweise erkennen. Außen fällt häufig ein Sichtmauerwerk auf – Klinkerfassaden sind typisch. Putzt man im Innenraum, zeigt die Wand dennoch große Tiefe: Fensterleibungen wirken oft besonders tief und massiv.
Auch die Wandstärke gibt Aufschluss. Wenn bestehende Unterlagen fehlen, können Baupläne, Archivmaterial oder eine Bohrkernanalyse durch Fachfirmen letztliche Klarheit schaffen.
Im Altbau wurde das zweischalige Mauerwerk jahrzehntelang eingesetzt und bietet heute die perfekte Grundlage für die Kerndämmung. Besonders Gebäude mit einem Baujahr bis 1940 haben meist einen ungedämmten Hohlraum, der im Winter zu hohen Wärmeverlusten führt. Hier lässt sich durch eine nachträgliche Einblasdämmung schnell und wirtschaftlich ein deutlich besserer U-Wert erzielen.
Bauservice Pfeil nutzt dafür minimalinvasive Bohrungen in der Vormauerschale, durch die der Dämmstoff eingeblasen wird. Die Fassade bleibt optisch unverändert, und die Arbeiten sind meist innerhalb eines Tages abgeschlossen.
bauservice-pfeil.de
Für das zweischalige Mauerwerk kommen nur Dämmstoffe infrage, die sich im lockeren Zustand einblasen lassen und Feuchtigkeit nicht aufnehmen. Diffusionsoffene, hydrophobe Materialien sind hier Pflicht.
Dazu gehören:
Dämmstoffe wie Zellulose sind in der Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk ausdrücklich nicht zugelassen, da sie Feuchtigkeit binden könnten und für diesen Anwendungsfall bauphysikalisch ungeeignet sind.
Richtig gewählt und fachgerecht eingebracht, verbessert die Kerndämmung den Wärmeschutz erheblich, erhöht die Behaglichkeit im Innenraum und senkt dauerhaft die Energiekosten. Zugleich wird der Schallschutz einer ohnehin schon vorteilhaften Konstruktion weiter verstärkt.
Zweischaliges Mauerwerk ist ein bewährtes und leistungsfähiges Bauteil, das über Jahrzehnte millionenfach verbaut wurde. Seine große Stärke liegt in der Kombination aus Schutz, Stabilität und einem klaren Vorteil für die energetische Sanierung: Wenn der Zwischenraum ungedämmt ist, lässt sich mit einer Kerndämmung eine erhebliche Verbesserung erzielen – schnell, sauber und ohne die Fassade zu verändern.
Es besteht aus einer tragenden Innenwand und einer witterungsschützenden äußeren Schale, die durch eine Luft- oder Dämmschicht getrennt sind.
Tiefe Fensterlaibungen, bestimmte Wandstärken und Sichtklinker sind typische Hinweise. Eine Bohrkernanalyse gibt vollständige Sicherheit.
Ja, beide Begriffe werden synonym verwendet. Umgangssprachlich spricht man oft auch von Verblendmauerwerk.
Einschaliges Mauerwerk besteht nur aus einer massiven Wand. Zweischaliges Mauerwerk hat dagegen zwei Schalen und einen Luft- oder Dämmraum dazwischen.
Weil er zugänglich ist, ohne die Fassade zu öffnen, und sich perfekt mit Einblasdämmung füllen lässt. Das geschieht schnell, sauber und mit deutlicher energetischer Wirkung.
Hydrophobe Einblasdämmstoffe wie EPS-Granulat und Mineralwolle.
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